Der Evangelische Posaunenchor Coswig/Anhalt

 

   

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Gott loben, das ist unser Amt!

St. Nicolai in Coswig/Anhalt
Wer sind wir:

Wir sind Laienmusiker und haben Spaß an der Musik. Unsere wichtigste Aufgabe als Posaunenchor sehen wir heute, wie auch damals zur Gründung 1954 darin, mit Hilfe unserer Instrumente und der gemeinsamen Musik, das Wort Gottes und sein Evangelium in alle Welt hinauszutragen.

Unsere Geschichte:

Bereits im September 1953 gab es den Plan, in Coswig einen Posaunenchor zu gründen, wofür wohl das geplante Landesposaunenfest der Auslöser war. Jedoch gelang es dem Initiator Pfarrer Theodor Hensel (mit finanzieller Unterstützung des Gemeindekirchenrates) erst im September 1954, diesen Plan Wirklichkeit werden zu lassen.

Der damalige Chorpfleger Heinrich Schulze aus Dessau übernahm die Ausbildung von 6 Mitgliedern der jungen Gemeinde. Die ersten Übungsstunden wurden noch auf dem Mundstück abgehalten, denn erst später kamen die bestellten vier Instrumente (zwei Flügelhörner, ein Tenorhorn und eine Posaune). Die noch fehlenden zwei Flügelhörner stellte ein Dessauer Posaunenchor leihweise zur Verfügung. Leider hörten sehr bald vier der Anfänger wieder auf, was wohl aber immer das Schicksal der aufwändigen Anfängerarbeit ist. Dank Pfarrer Paul Daniel und Hans-Dieter Frenzel (welcher später Pfarrer wurde und lange Zeit Landesposaunenobmann unseres anhaltischen Werkes war), ging es aber mit dem Posaunenchor stetig weiter und bergauf. Ostern 1955 spielte der Posaunenchor das erste Mal im Gottesdienst mit, obwohl es sich für unsere heutigen Begriffe wohl eher schaurig anhörte. Doch der Anfang war gemacht und so wuchs der Chor auf 15 ständige Mitglieder an und die Anfängerarbeit ging kontinuierlich weiter. 1958 gab es dann das erste Zerbster Kreisposaunenfest mit Bläsern aus Zerbst, Rosslau, Natho, Deetz und Coswig. Der damals neue Landesposaunenobmann Pfarrer Heinrich Cassier aus Oranienbaum äußerte sich sehr erfreut über die gewachsene Leistungsfähigkeit der Chöre.

Nachdem Hans-Dieter Frenzel 1962 sein Vikariat in Ballenstedt antrat, übernahm Frank-Udo Schulze die Chorleitung. Er ist inzwischen Chordirektor am Mecklenburger Theater und hat sogar eigens für unseren Posaunenchor eine Choralfantasie geschrieben. 1967 übernahm dann im Alter von 15 Jahren Karl-Heinz Miseler die Chorleitung, bis er nach 3 Jahren zur Armee eingezogen wurde und wieder ein Wechsel in der Leitung vollzogen werden musste. Karl-Heinz Miseler ist trotz vieler Ortswechsel immer noch sehr eng mit dem Coswiger Posaunenchor verbunden. So leitet er seit einigen Jahren das Serenadenprogramm zu den Jubelkonfirmationen, welche wichtiger Bestandteil unserer musikalischen Arbeit sind.

Ein großer Höhepunkt des Posaunenchores  war dann 1969 das 15-jährige Bestehen, welches auch mit einer Festmusik feierlich begangen wurde. 1970 übernahm es Harald Richter (auch erst 15-jährig), sich um den Posaunenchor zu bemühen, worin er vom Pfarrehepaar Lindemann, welches 1973 nach Coswig kam, tatkräftig unterstützt wurde. Doch auch er wurde bald zur Armee eingezogen und musste nach seiner Rückkehr Ende 1975 einen kompletten Neuanfang starten. Mit Hilfe von Dessauer Bläsern (meistens Familie Köhn) konnten immer wieder einige Gottesdienste und gemeindliche Höhepunkte musikalisch unterstützt werden, bis endlich 1979 (zum 25-jährigen Jubiläum) zu Weihnachten es gelang, wieder aus eigenen Kräften vierstimmig zu musizieren. Bis zu seinem beruflichen Weggang 1992 konnten unter seiner Leitung doch einige Bläser gewonnen werden, denn nur wenige der Anfänger, welche mit viel Mühe, Zeitaufwand und Engagement ausgebildet werden, bleiben dem Posaunenchor auch weiterhin treu.

Der Kirchenmusiker Claus Luserke übernahm danach für kurze Zeit die Chorleitung, bis sich die bis heute aktive Bläserin Hildburg Kunze (geb. Richter, die Schwester von Harald Richter) der Chorleitung annahm und bis 2004 segensreich fortführte. So konnte 1994 bereits das 40-jährige Jubiläum mit zahlreichen Gästen und einem anspruchsvollem Programm unter Leitung des vorhin bereits erwähnten Karl-Heinz Miseler gefeiert werden, welcher auch die Programmgestaltung und die Leitung des Festkonzertes zum 50-jährigen Jubiläum am 25. September 2004 übernommen hat.

Zum 50-jährigen Jubiläum hat es wieder einen Wechsel der Chorleitung gegeben. Während Hildburg Kunze sich nun verstärkt der Anfängerausbildung widmet, um auch einen Fortbestand des Posaunenchores zu sichern, hat Matthias Köhn die Leitung Übernommen. Er zog 1994 zu seiner Frau (auch einem Mitglied des Posaunenchores) nach Coswig, was nicht zuletzt durch die bereits beschriebenen Verbindungen zustande kam.

Wer Interesse hat, sein einmal erlerntes Können auf einem Blechblasinstrument wieder zum Musizieren zu nutzen oder anfangen möchte, sich damit zu beschäftigen, ist uns herzlich willkommen.

Posaunenchorleiter Matthias Köhn

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